St.-Joseph-Kirche in Ruda
 St.-Joseph-Kirche in Ruda

Im Namen der Familie der Grafen von Ballestrem stiftete Graf Franz die St. Joseph-Kirche in Ruda in der Piastowka-Straße (ul. Piastowska). Sie wurde 1902-04 nach Plänen des Berliner Architekten August Menken (1856-1903) erbaut. Der neoromanische Stil orientierte sich an der römischen Basilika San Lorenzo. Unter dem Presbyterium (Hochaltarraum in der Apsis) befindet sich die Familienkrypta der Grafen von Ballestrem mit der Gruft von Franz (†1910) sowie seiner Frau Hedwig (†1915) und den Sarkophagen von Leo (†1915), Valentin (†1920) und Agnes (†1940). Am Treppenzugang zur Familienkrypta steht die Skulptur „Weinender Engel“ von Professor Josef Limburg. Am 1. November 1906 wurde die neue Gemeinde Ruda – in Abtretung von der Pfarrei Biskupitz - durch den Fürstbischof von Breslau Kardinal Dr. Georg Kopp ins Leben gerufen und die St. Josephs-Kirche zu deren Pfarrkirche erhoben. Nach dem Ende zehnjähriger Restaurierungsarbeiten wurde die Kirche 1998 feierlich neu eingeweiht und bei diesem Anlass eine von Valentin Graf von Ballestrem gestiftete Dankestafel enthüllt.
August Menken war auch der Architekt der Katholischen Garnisonskirche in Berlin (1894-97), heute St. Johannes-Basilika in der Lilienthalstraße, in deren unmittelbarer Nachbarschaft 2001 die Apostolische Nuntiatur in Deutschland eingeweiht wurde. Die St. Johannes-Basilika dient seit 2004 als Kirche der Polnischen Katholischen Gemeinde.