Ober-Gläsersdorf
 Ober-Gläsersdorf

Das 1715–25 im österreichischen Barock erbaute und zum Fürstentum Glogau gehörige Schloss Ober-Gläsersdorf (Szklary Górne) erwarb Franz Graf von Ballestrem 1899 für seinen Sohn Valentin (1860–1920). 1900 wurde der Bau durch Anfügung der beiden Flügel bedeutend erweitert und 1908–10 auch die Kirche des Ortes St. Petrus und Paulus restauriert, die zu beiden Seiten des Hochaltars mit wertvollen Epitaphen aus dem 16. Jahrhundert ausgestattet ist. Zum Schloss gehört ein weitläufiger Park mit einem Pavillon. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss zunächst von einem staatlichem Landwirtschaftsbetrieb genutzt, bevor es 1983 zu einem Sonderschul- und Erziehungszentrum umgebaut wurde. Das Schlossensemble befindet sich in einem sehenswerten Erhaltungszustand, auch wenn der Parkpavillon nur noch als Ruine die Zeiten überdauert hat.