Eufemia v. Adlersfeld-Ballestrem
 Eufemia v. Adlersfeld-Ballestrem

Am 18. August 1854 kam Eufemia in Ratibor in Oberschlesien als Tochter des Landschaftsdirektors Alexander Graf von Ballestrem und seiner Frau Mathilde geborene von Hertell zur Welt. Ihre schriftstellerische Kariere begann 1876 mit dem Novellenband „Blätter im Winde“. Nach dem Tod ihres Vaters (1881) bereiste sie mit ihrer Mutter Italien, wo sie sich als Porträtmalerin ausbilden ließ. 1884 heiratete sie in Breslau den Rittmeister Josef von Adlersfeld (1845–1907), ein Jahr später wurde ihre Tochter Dagmar (1885–1953) geboren. Eufemia verstarb am 21. April 1941 im Alter von 87 Jahren in München.
Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem gehörte zu den beliebtesten Unterhaltungsschriftstellerinnen ihrer Zeit, zahlreiche Werke wurden veröffentlicht. Neben mystischen und unheimlichen Erzählungen schrieb sie Biographien. Für „Maria Stuart, Königin von Schottland“ wurde sie 1889 mit der goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet. Sie war Herausgeberin des „Jahrbuchs deutscher Kunst und Wissenschaft“ und arbeitete als Übersetzerin historischer und lyrischer Werke. Sie war Ehrenmitglied der Societé Archeologique de France und Mitglied der Accademia letteraria dell´ Arcadia.
Zu Ihren berühmtesten Werken gehören: Haideröslein (1880), Der Falkner vom Falkenhof (1890), Die weißen Rosen von Ravensberg (1898) und Trix (1903). Einige ihrer Werke wurden verfilmt u. a. Die weißen Rosen von Ravensberg (1919 und 1929).
Zwischen 1960 und 1980 erschienen einige gekürzte Neuauflagen ihrer Veröffentlichungen.