Historie
 Historie

Die Geschichte der Familie kann bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts zurückverfolgt werden: Die Vorfahren lebten damals als adlige Kaufleute im Piemont. Ende des 17. Jahrhunderts wurde Marco Francesco Antonio Ballestrero mit der Grafschaft Montalenghe belehnt. Über dessen Frau kam ein Teil der Grafschaft Castellengo in den Besitz der Familie. Das Geviert des kombinierten Wappens zeugt noch heute davon. Einer seiner Söhne – Giovanni Angelo Battista Ballestrero – verließ seine italienische Heimat und machte zuletzt in Preußen eine Offizierskarriere. Er ist der Stammvater der heute vorwiegend in Deutschland ansässigen Familie.
Seine Nachkommen gelangten in Oberschlesien zu großem Wohlstand. Durch Einheirat in die Familie der Freiherren von Stechow erbten sie das Fideikommiss Plawniowitz mit seinen wertvollen Kohle- und Erzvorkommen und bauten es zu einem mächtigen Wirtschaftsimperium aus. Tief geprägt vom katholischen Glauben engagierte sich die Familie gleichzeitig stark im karitativen und sozialen Bereich. Eine prominente Persönlichkeit wurde Franz Graf von Ballestrem, der nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Politiker erfolgreich war. Der Mitbegründer des Zentrums hatte 1898-1906 das Amt des Reichstagspräsidenten inne.
Die Blütezeit der Familie nahm mit dem Ausgang des Zweiten Weltkriegs ein jähes Ende. Die Familie musste ihre oberschlesische Heimat verlassen. Heute setzt sie sich für die deutsch-polnische Verständigung ein.