Carl-Wolfgang
 Carl-Wolfgang

Carl Wolfgang Graf von Ballestrem kam am 15. März 1801 als Sohn von Carl-Ludwig Graf von Ballestrem (1755-1829) und seiner Ehefrau Johanna geborene von Zülow (1768-1840) in Ratibor zur Welt. Durch ein Studium am Technischen Institut in Breslau bereitete er sich auf seine Rolle als Unternehmer und Bergherr vor.
Er heiratete am 23. September 1827 in Berlin Bertha von Leithold (1803-74). Das Paar bekam zwei Töchter und einen Sohn.1829 übernahm Carl Wolfgang von seinem Vater die Majoratsherrschaft. Bis 1848 hatte er Karl Godulla als Berater und Bevollmächtigten an seiner Seite, diesem folgten Anton Klausa und ab 1865 Andreas Vüllers.
Unter Carl Wolfgangs Führung wurden 33 weitere Gruben erschlossen oder angekauft. Er erweiterte die Besitzungen der Eisenindustrie um die „Bertha-Hütte“
und gründete die „Schlesische Hütten-, Forst-, und Bergbau- Gesellschaft Minerva“ (später:“ Oberschlesische- Eisenbahn- Bedarfs- Aktiengesellschaft“).
1854 verpachtete Graf von Ballestrem die Steinkohlengrubenfelder „Gute Hedwig“, „Hedwigs Wunsch“ und „Bertha Wunsch“ in Biskupitz für die Dauer von fünfzig Jahren an August Borsig und verkaufte ihm Bauland für die Errichtung der Borsigwerke.
Als Unternehmer fühlte er eine soziale Verantwortung, neben Kirchen und Kapellen stiftete er Schulen, Krankenhäuser, Witwen- und Invalidenhäuser, außerdem richtete er einen Sozialfond ein. Er war Träger des Roten Adlerordens III. Klasse. Am 26. November 1854 berief ihn König Friedrich Wilhelm VI. von Preußen in die Erste Kammer des Preußischen Herrenhauses. Carl Wolfgang Graf von Ballestrem starb am 22. November 1879 in Dresden und ist in der Krypta der St. Johannes- Baptist- Kirche in Biskupitz bestattet worden, die er selbst 1857 gestiftet hatte.