Castellengo-Grube
 Castellengo-Grube

Die Steinkohlengrube Castellengo in Rokittnitz (Rokitnica) besteht seit 1855, wurde aber erst ab 1898 umfangreich erschlossen und 1903 offiziell eingeweiht. Sie bestand aus den Schächten „Reichstagspräsident“ (1898), „Tante Anna“ (1899), „Toppolczan“ (1900) und „Pieler“ (1904). Durch ihre mächtigen Kohlevorkommen wurde Castellengo zur ertragsreichsten Grube des Ballestrem-Konzerns. Nach der Teilung Oberschlesiens war sie die einzige bedeutende Grube der Ballestrems, die im deutschen Teil verblieben war. Nachdem Generaldirektor Franz Pieler Vorsitzender des Aufsichtsrats der Donnersmarckhütte AG geworden war, konnte nach jahrelangen gezielten Anstrengungen 1927 die Grube „Abwehr“ in Mikultschutz (die sich seit 1870 im Besitz von Guido Graf Henckel von Donnersmarck befand) mit der Grube „Castellengo“ zur Gewerkschaft „Castellengo-Abwehr“ zusammengeschlossen werden. Dieser über sieben Millionen Quadratmeter große Grubenkomplex war selbst in Krisenzeiten ein Garant für gute Rentabilität und wirtschaftlich die wichtigste Stütze des Ballestrem-Konzerns.