Franz Pieler jun.
 Franz Pieler jun.

Nachfolger für Franz Pieler sen. wurde sein ältester Sohn gleichen Namens, der 1869 in Burbach im Siegerland geboren war. Nach einer einjährigen Lehrzeit auf der Brandenburggrube in Ruda studierte er das Berg-und Hüttenfach. Als Bergassessor übernahm er 1900 die Betriebsleitung der Ballestremschen Steinkohlengruben und weihte 1903 die Castellengogrube ein. Nach dem Tod seines Vaters folgte er diesem auf dem Posten des Generaldirektors. Während seiner Direktionszeit wurde 1913 die Sandbahn zwischen Ruda und Stauwerder fertiggestellt und die Franzgrube eingeweiht. 1916 nahm die Koksanstalt Wolfgang ihren Betrieb auf. Ab 1918 wurde Pieler Oberbergwerksdirektor Matthias Lonsdorffer zur Seite gestellt. Nach der Teilung Oberschlesiens (1921) bemühte sich Pieler erfolgreich, den auf deutscher Seite verringerten Besitz zu erweitern: 1926 wurde die Abwehrgrube angegliedert, 1932 gelang die Pachtung der Concordiagrube und der Kokereien Julienhütte und Donnersmarckhütte. 1931 übernahm Dr. Siegfried Krukenberg die Position des Oberverwaltungsdirektors. Franz Pieler ernannte man ein Jahr später zum Ehrendoktor und Ehrensenator der Technischen Hochschule zu Breslau. Die aufziehende Wirtschaftskrise führte auch für den Ballestrem-Konzern zu wirtschaftlichen Problemen und ging einher mit einem Wechsel in der Führung. In dieser Situation beauftragte Dr. Nikolaus von Ballestrem 1932 den Wirtschaftsprüfer Regendanz, der einen umfangreichen vierbändigen Bericht mit Vorschlägen zur Unternehmensreform verfasste. Dr. Franz Pieler verstarb 1950.