Güterdirektion Gleiwitz
 Güterdirektion Gleiwitz

Die Ballestremsche Güter- und Konzerndirektion
Bis zur Teilung Oberschlesiens befand sich die Ballestremsche Güterdirektion in Ruda (Ruda Slaska). Das unscheinbare Verwaltungsgebäude steht in der heutigen Ballestrem-Straße (ul. Ballestrem) und dient als Arbeitsamt. 1922 wurden die Verwaltung der Güter und die des Ballestremschen Industriebesitzes zusammengelegt und in den deutschen Teil Oberschlesiens nach Gleiwitz (Gliwice) verlagert. Dort wurde nach Entwürfen des Regierungsbaumeisters Hans von Poellnitz in der heutigen Kardinal-Stefan-Wyszynski-Straße (ul. Kardynala S. Wyszynkiego) ein repräsentatives Konzerndirektions- und Verwaltungsgebäude neu erbaut. Das ansehnlich restaurierte Bauwerk wird heute als Sitz des Verwaltungsgerichts der Woiwodschaft genutzt. Das Dachgesims trägt eine Uhr zwischen zwei Füllhörnern, auf dem Gesims des dritten Obergeschosses stehen vier Arbeiterskulpturen aus der Werkstatt des Bildhauers Joseph Limburg, welche die vier Wirtschaftszweige symbolisieren, in denen die Ballestrems tätig waren: die Landwirtschaft (Bauer mit Getreide), der Bergbau (Bergmann mit Hacke und Grubenlampe vor einer Lore), das Hüttenwesen (Arbeiter mit Schaufel vor einer Ziegelwand) und die Forstwirtschaft (Arbeiter mit Axt und belaubtem Gehölz).