Mutter Maria-Gabrielis
 Mutter Maria-Gabrielis

Mutter Maria Gabrielis (Monika Gräfin von Ballestrem) wurde am 29. März 1905 als viertes Kind des Grafen Valentin von Ballestrem (1860-1920) und seiner Ehefrau Agnes geb. Gräfin zu Stolberg-Stolberg (1874-1940) in Obergläsersdorf geboren. Durch eine Scharlacherkrankung im Kindesalter litt Monika Gräfin von Ballestrem an Schwerhörigkeit, daher wurde sie von Hauslehrern unterrichtet. Bereits 1920, nach dem Tod Ihres Vaters, entstand der Wunsch in ein Kloster einzutreten. Im September 1927 wurde sie in das Annunziata-Kloster in Eichgraben/Österreich, einer Niederlassung der Franziskanerinnen-Missionarinnen Mariens (FMM), aufgenommen. Hier erfolgte am 19. März 1928 ihre Einkleidung als Mutter Maria Gabrielis. Seit 1929 befand sie sich im Dreikönigskloster in Katscher/ Schlesien (heute: Kietrz/Polen). Vier Jahre später legte sie das ewige Gelübde ab.
Bis zu Ihrem Tode arbeitete sie als Assistentin der Mutter Oberin. Am 1. April 1945 wurde sie bei dem Versuch eine Mitschwester vor der Vergewaltigung zu beschützen von russischen Soldaten durch einen Kopfschuss getötet. Sie wird in der Liste der Märtyrer des 20 Jahrhundert aufgeführt. Bestattet wurde Mutter Maria Gabrielis zuerst im Klostergarten. Im Oktober 1946 wurde sie exhumiert und auf den katholischen Friedhof in Katscher umgebettet.