Unter den Linden 12
 Unter den Linden 12

Das Geschäfthaus mit bester Adresse im Berliner Stadtzentrum wurde 1908-10 nach Plänen des Architekten Max Grünfeld im Auftrag der Linden-Grundstücks-Verwertungsgesellschaft mbH erbaut. Ein zeitgenössischer Bericht bezeichnete das Gebäude als eine „neuzeitliche Bauaufgabe“, die hier „unter Verwendung geschichtlicher Stilformen“ und geschickter Grundrisse glücklich erfüllt worden sei. „Dem Architekten ist mit der klar gegliederten Fassade, die mit durchgehenden Pfeilern und dem aufgesetzten Dreiecksgiebel eine Tempelfront suggeriert, eine überaus vornehme Geschäftshausfassade gelungen. Der sparsam platzierte Bauschmuck im Giebel und über den Stützen der Erdgeschosszone verweist mit Füllhorn und verschiedenen Attributen der Putten auf den Reichtum, den das Wirtschaftsleben in diesem Hause erbringen sollte.“ (Landesdenkmalamt Berlin) Im Erdgeschoss des Hauses war Jahre lang das angesehene Juweliergeschäft Sy & Wagner und eine Filiale der Autofirma Ford ansässig. Der Ballestrem-Konzern erwarb die Linden-Grundstücks-Verwertungsgesellschaft mbH im Jahr 1941, welche, inzwischen umbenannt in LHG Linden-Haus GmbH noch heute in Familienbesitz ist. Im Eingangsfoyer steht eine Kopie der Büste Franz Graf von Ballestrems. Die Etagen des Gebäudes sind an verschiedene Büros vermietet.