Valentin d.J.
 Valentin d.J.

Am 1. November 1928 kam Valentin Graf von Ballestrem als erstes Kind des Grafen Nikolaus von Ballestrem (1900-45) und seiner Ehefrau Anna, geborene Gräfin von Walderdorff (1901-65), auf Schloss Plawniowitz zur Welt. Er besuchte das Gymnasium in Gleiwitz bis er im August 1944, noch nicht sechzehn Jahren alt, als Flakhelfer eingezogen wurde. Nach Kriegsende konnte er 1947 seine unterbrochene Schulzeit am Alten Gymnasium in Regensburg mit dem Abitur beenden. Im Anschluss studierte Graf Ballestrem Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsrecht in Bamberg und München. Am 28. Juli 1958 heiratete er in Fürstenberg Elisabeth Gräfin von Westphalen zu Fürstenberg (*1930). Das Paar bekam fünf Kinder und lebte in Straubing. Obwohl er als selbständiger Unternehmer viel beschäftigt war, widmete er sehr viel Zeit seinen diversen Ehrenämtern. Für seine Verdienste für Staat, Kirche und Gesellschaft erhielt er zahlreiche Auszeichnungen u.a. den päpstlichen Silvesterorden, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschlands und die Goldene Verdienstplakette des Malteserhilfsdienstes. Trotz Verlust der schlesischen Heimat und eines großen Vermögens zeigte Graf Ballestrem keine Bitterkeit, sondern setzte sich sein Leben lang für eine Versöhnung von Deutschland und Polen ein. Der Obödienzritter des Souveränen Malteser-Ritterordens verstarb am 20. Januar 2006 in Freising und wurde auf dem dortigen Waldfriedhof beigesetzt.
Graf Valentin spricht über die polnische Sprache. (Zum Abspielen auf das Icon klicken):



MP3 - 2 MB