Zawatzkiwerke (Andreashütte)
 Zawatzkiwerke (Andreashütte)

Das Hüttenwerk wurde 1836 im Flusstal der Malapane auf Grundbesitz der Grafen Renard gegründet. Dort gab es reiche Eisenerzvorkommen, die schon seit dem 17. Jahrhundert erschlossen wurden. Die Namensgebung der Fabrik ging auf Franz von Zawadski, den Generalbevollmächtigten der Grafenfamilie, zurück. Das große Unternehmen mit Puddelwerk, Stab-, Feineisenwalzwerk und Dampfhammer hatte um 1850 bereits einen Steinkohlenbedarf von 60.000 Tonnen jährlich! Hauptsächlich wurden Rohstahl und Einzelteile für Eisenbahnwagen produziert. 1855 verkaufte Graf Andreas Renard die Fabrik an die Breslauer Berg-und Hüttengesellschaft Minerva, welche 1871 von der neu gegründeten Oberschlesischen Eisenbahn-Bedarfs-Gesellschaft ("Oberbedarf") übernommen wurde. Nach bedeutenden Erweiterungen bestand das Werk vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs aus zwölf Puddelöfen, einer Luppenstrecke, sowie fünf Dampfhämmern von je 2.000 kg Fallgewicht. Das Walzwerk versorgte eine eigene Kleinbahnfabrik, welche Feldbahn- und Grubenwagen herstellte, im Krieg auch Minenwerfer und Granaten. Nach 1922 verblieb die Werksanlage mit mittlerweile 1.500 Beschäftigten im deutschen Teil Oberschlesiens. Mit der Umbenennung in Andreashütte im Jahr 1936 wurde auch mit Fahrzeugbau (Hubwagen, Lastwagen- und Elektrokarrenanhänger) begonnen. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs stand erneut Rüstungsproduktion im Vordergrund (Flakgeschütze, Scheinwerfer- und Transportwagen für Flugzeugmotoren und die Rakete V 1). Die im Krieg fast vollständig zerstörten Fabrikanlagen wurden ab 1946 wieder aufgebaut und das nun polnische Werk 1954 in General-Karol-Swierczewski-Hütte umbenannt.